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Drei saarländische Podiumsplätze beim Ultralang-Wochenende in Brandenburg

Die ersten Bundesranglistenpunkte der Saison 2018 gab es dieses Jahr erst relativ spät, da das DBK Nacht-Wochenende aufgrund von Sturmschäden nicht stattfinden konnte. So waren es ein Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz sowie die Deutschen Bestenkämpfe im Ultralang-OL am letzten Aprilwochenende, bei dem die OL-Gemeinde sich erstmalig versammelte, um ihre Besten zu ermitteln. Die weite Reise nach Groß Schönebeck traten Nina Döllgast und Lucas Imbsweiler als einzige Vertreter aus dem Saarland an.


gute Sicht, viel Heidelbeerkraut

Kartenausschnitt BRL Mittel der Damen Elite

Beide Wettkämpfe fanden bei schönstem Wetter in der Schorfheide, einem recht flachen Kiefernwald mit vielen kleinen Hügeln und Heidelbeerbewuchs, statt. Etwas dichtere Bereiche, in denen es schwierig war, die Richtung zu halten, wechselten sich mit offenen Gebieten und guter Sicht ab. Für Lucas waren die Läufe zwei der drei Sichtungsläufe zur Jugend-EM, die Ende Juni in Bulgarien stattfinden wird.  

Beim BRL Mittel war permanenter Kartenkontakt gefragt, um auf den vielen kurzen Verbindungen nicht zu viel Zeit liegen zu lassen. Lucas und Nina erwischten zwar keinen perfekten Tag und haderten mit kleineren Zeitverlusten, aber auch die Konkurrenz kam nicht fehlerfrei über die Bahnen. Für Lucas sprang daher ein guter 3. Platz in der H16 vor einigen direkten Konkurrenten heraus, Nina erreichte Rang 7 in der Damen Elite. Somit verdienten sich beide ihre abendliche Pizza am Werbellinsee.

Im Gegensatz zum Vortag waren die Postenstandorte beim Ultralang-Wettkampf am Sonntag deutlich einfacher, weswegen vor allem die physische Form ausschlaggebend für die Ergebnisse war. Meist war die Wegvariante schneller, als sich durch die Heidel- und Brombeeren zu kämpfen, was aber zu deutlich mehr Kilometern führte. Lucas konnte auf seiner bisher längsten OL-Bahn mit 14,2 Kilometern Luftlinie seine gute Form erneut unter Beweis stellen und gelangte, obwohl im ein größerer Fehler unterlief, auf den zweiten Platz hinter dem starken Martin Scheuermann (SSV Planeta Radebeul). Damit hat er nun beste Chancen, für die Jugend-EM nominiert zu werden. Nina hatte sich zu Trainingszwecken nur für die etwas kürzere Bahn mit 9,4 km Luftlinie in D19AK angemeldet und erreichte dort souverän den ersten Platz.

In den Elitekategorien siegten nach 16,9 bzw. 28,8 Kilometern Anicó Kulow (Berliner Turnerschaft) und Sören Lösch (USV Jena). Leider hatten fast alle Kategorien an beiden Tagen ihre eigene Bahn, wodurch es in quantitativ schwächer besetzten Klassen zu verzerrten Bundesranglistenpunkten kam. Dennoch konnten Lucas und Nina mit den Gesamtplätzen 2 und 4 schonmal gute Ausgangspositionen in der Bundesrangliste schaffen, die es nun möglichst lange zu verteidigen gilt. Für die Jugendlichen ist die nächste Möglichkeit der Jugend- und Juniorenländervergleichskampf am kommenden Wochenende bei Berlin, für alle anderen die Deutsche Meisterschaft im Sprint-OL Anfang Juni in Senftenberg.

(Bild: Veranstalter)

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Autor: Nina Döllgast
Eingestellt am: 04.05.2018